Sonntag, 21. November 2010

Stand der Dinger


So ihr lieben Menschen, den Stammlesenden (ja ich meine dich, dich und vor allem dich) wird es schon aufgefallen sein, es prangert ein Toast über uns. Und richtig, der war vorher noch nicht da, aber das ist gar nicht so wichtig. Viel viel wichtiger ist das, was daneben steht und ihr seht richtig, es gibt eine neue Adresse. Vorbei ist die Zeit, in der Ihr euch meinen Nick, mein Geburtsjahr und das, was viele als BlogSpott oder Blocksport verstehen, merken musstet um den Nonsens hier zu lesen. Ab jetzt steht alles unter toastblog.de. Eine weitere Neuerung ist, dass ich die subjektiv besten über meinen Twitter-Account gezwitscherten Bilder auch hier in den/ins Blog stelle. Falls ihr alle auf einmal sehen möchtet, schaut einfach mal in die Kategorie <gesehen>, in der schon mehr als 5 Beiträge stehen, also ziemlich genau 6. Außerdem habe ich jetzt ein Impressum, was beweisen soll, dass ich ein echter Mensch bin.
Gedanklich ist das schon so etwas wie der/das TOASTblog 2 Punkt Null für mich, aber wollen wir mal nicht übertreiben. Anlass zur Freude ist es allemal und um dem Quasi-Neustart gebührend zu feiern, gleichzeitig euch noch etwas Zeit zu geben, diesen Kracher hier zu verarbeiten, habe ich etwas aus der Mottenkiste geholt: Meinen allerersten Text, der für vieles, was noch kommen sollte, den Ton angegeben hat. Ziemlich genau 8 Jahre ist er alt und das merkt man auch. Trotzdem und gerade deshalb möchte ich ihn euch nicht vorenthalten und werde ihn in den nächsten Tagen hier reinstellen.
Also dann, danke fürs Durchlesen und so.



Samstag, 30. Oktober 2010

Herder, Herbert, Heimat

Als ich vor kurzem durch die Welt geschlendert bin, ist mir ein Plakat aufgefallen, das Werbung für ein neues Buch namens „Heimat ist, was man vermisst“ gemacht hat. Ich kenne das Buch nicht, aber der Titel ist mir im Kopf geblieben. Die Frage danach, was Heimat sei hat mich schon oft beschäftigt. Es gibt genug Antworten darauf, die mittlerweile zu Allgemeinplätzen geworden sind. Home is where the Heart is beispielsweise. Der Herbert singt sogar, „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“. Heimat, Herz, Gefühl, das ist alles so vage, aber anscheinend gehts nicht besser.

Auf dem Plakat jedenfalls war Heimat das, was man vermisst. Sicherlich kann man da drüber nachdenken und stimmt dem dann zu oder nicht und wenn ja fragt man sich vielleicht, warum man denn gerade hier und jetzt so viel vermisst, fühlt man sich doch eigentlich da und dort zuhause und wenn nein fragt man sich möglicherweise, ob die eigene Kindheit wirklich so so sehr schlimm war dass man das eigene Vermissen verpönt und und und...

...und was denken eigentlich Menschen darüber, die gerade mit dem Trinken und/oder Rauchen aufgehört haben und jetzt einen kräftigen Schluck und/oder Zug vermissen. Kann das Heimat sein? Irgendwie vielleicht schon.

Ich merke gerade, bei dem ganzen Geschwafel fehlt der Leipzig-Bezug. Johann Gottfried Herder, Schriftsteller, Philosoph und allem voran Namensgeber des Herder-Instituts der Universität Leipzig sagte über Heimat, sie sei „da, wo man sich nicht erklären muss“. Es gibt so Aussagen, die hätte man am liebsten selbst gemacht.